Ich finde Veranstaltung XYZ (zum Beispiel 'Einführung in die Philosophie') nicht um UnivIS, was mache ich falsch?

Im Studienverlaufsplan des Leitfadens (S. 8) sind die Module angegeben, die man im Laufe seines Philosophiestudiums belegen muss. Naheliegenderweise sollte man erwarten, dass man diesen Verlauf eins zu eins im UnivIS abgebildet sieht. Dem ist aber nicht so.

Und das liegt daran: Es gibt einen Unterschied zwischen Modul und Veranstaltung!

Man belegt ein Modul, aber besucht eine dem Modul zugeordnete Veranstaltung. D. h. im UnivIS finden sich nicht die Module, sondern die Veranstaltungen, die einem Modul zugeordnet sind. Etwas verwirrend? Ja (Ermöglicht aber, sobald man’s verstanden hat, unglaublich viel Freiheit beim Studienalltag). Daher ein Bild zur Veranschaulichung:

Das Bild zeigt die Beschreibung einer Veranstaltung im UnivIS.

Zu 1.: „Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen“ ist der Name der Veranstaltung oder auch die Veranstaltungsbezeichnung; der Name erscheint auch in der allgemeinen Listung der Seminare und Vorlesungen.

Zu 2.: Hierbei handelt es sich um die Zuordnung der Veranstaltung zu einem Modul! D. h. die Veranstaltung mit dem Namen “Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen” kann in den Modulen BA2, BA3 und BA5, sowie für nur die neue Prüfungsordnung in den Modulen BA7 und BA8 belegt werden (Die neue Prüfungsordnung gilt seit Wintersemester 2014/15, jeder der sich danach für Philosophie eingeschrieben hat, studiert danach – Die anderen drei Module können sowohl für die alte, wie auch für die neue Prüfungsordnung belegt werden). Zu einem Modul gibt es in der Regel viele solcher Zuordnungen, d. h. für “Einführung in die Philosophie” gibt es viele verschiedene, mögliche Veranstaltungen, die belegt werden können. Der Student hat die freie Wahl, welches der zur Verfügung stehenden Seminare (bzw. Vorlesungen) er für das jeweilige Modul belegen möchte.

Achtung: Sind in der Liste verschiedene Zuordnungen angegeben, kann die Veranstaltung zwar für verschiedene Module verwendet werden, sie wird jedoch nur für ein Modul gewertet. Das Belegen der oben genannten Veranstaltung führt also nur zu einem „Schein“ entweder in BA2, BA3, BA5, BA7 oder BA8.

Wie erstelle ich meinen Stundenplan?

Der Stundenplan-Bau ist nicht trivial und stellt viele Studierende im ersten und zweiten Semester vor eine Herausforderung. Aber keine Angst: So schwer, wie es zuerst aussieht, ist es gar nicht. Und wenn man einmal das Prinzip verstanden hat, dann kann man’s auch.

Wir bitten darum den Bau des eigenen Stundenplans zunächst anhand der folgenden Anleitung selbst zu versuchen. Falls dann noch Fragen offen sind, könnt ihr euch gerne an die Fachschaft wenden. Als besonderen Service bieten wir Studierenden im ersten Semester auch an, erstellte Stundenpläne auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Wir bitten außerdem zu beachten, dass wir die Fachschaft PHILOSOPHIE sind: Wir können euch nur bei der Erstellung des Stundenplans helfen, sofern es die Lehrveranstaltungen der Philosophie betrifft. Falls ihr Fragen dazu habt, wie die Stundenplan-Erstellung in eurem zweiten Fach funktioniert, müsst ihr euch an die jeweilige Fachschaft wenden.1. Der Blick in den „Studienplan“

Der Studienplan Bachelor of Arts Philosophie findet sich im hier auf S. 7 und 8. Dort ist angegeben, welche Module in welchem Studienjahr bzw. welche Veranstaltungen in einem Semester besucht werden sollten. Am besten beginnt man die Erstellung des Stundenplans damit, dass man sich die für das Semester vorgesehenen Veranstaltungen inklusive Veranstaltungsart (handelt es sich um eine Vorlesung [VL] oder ein Seminar [S]?) herausschreibt.

Wichtiger Hinweis für das erste Studienjahr: Das Modul „Kompetenzen“ beinhaltet auch ein Wahlpflicht-Seminar Interpretation oder Schreiben, d. h. man kann ENTWEDER ein Seminar zur Interpretation philosophischer Texte ODER zum Schreiben philosophischer Texte belegen. Es müssen nicht beide Wahlpflicht-Veranstaltungen belegt werden, sondern nur eine. Ob das gewählte Seminar im ersten oder zweiten Semester belegt wird, ist egal.

Hinweis: Der Studienplan Bachelor of Arts Philosophie stellt nur eine – wohl überlegte – Empfehlung dar, wie man als Student sein Studium organisieren sollte. Insbesondere innerhalb der Studienjahre (d. h. zum Beispiel innerhalb des ersten und zweiten Semesters) kann man die Reihenfolge, in der man die Veranstaltungen belegt, allerdings auch den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Beispiel: Emil Ersti ist neu an der Uni Kiel und beginnt sein Studium als 2-Fach-BA mit dem Profil Fachergänzung. Eines seiner beiden Fächer ist Philosophie. Emil Ersti schaut auf den Studienplan (wie gesagt: Leitfaden, S. 7 und 8) und stellt fest, dass er im ersten Semester eine Vorlesung ODER ein Seminar im Modul „Philosophische Fach- und Vermittlungskompetenzen“, das komplette Modul „Theoretische Philosophie I“, das aus einer Vorlesung und einem Seminar besteht, sowie ein Seminar zur „Geschichte der Philosophie“ (im ersten Semester mit dem Schwerpunkt „Zentrale Themen der Philosophie d. Antike/d. Mittelalters) und ein (weiteres) Seminar im Modul Kompetenzen belegen sollte.
Emil Ersti ist top-motiviert und möchte bereits im ersten Semester das Wahlpflicht-Seminar zur Kompetenz ableisten; er entscheidet sich dafür, dass er etwas über das Schreiben philosophischer Texte erfahren möchte und notiert sich dies für den weiteren Stundenplan-Bau.
2. Ein Blick in das Modul-Handbuch

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Modulen, zu den darin abzuleistenden Prüfungsleistungen, den zuständigen Ansprechpartnern im Institut etc. pp. finden sich im Modul-Handbuch. Ein Blick in das Modul-Handbuch ist für die Stundenplan-Erstellung nicht zwingend, lohnt sich aber – gerade für Erstsemester.3. Der Blick in das UnivIS

Im UnivIS finden sich alle an der Uni Kiel angebotenen Lehrveranstaltungen eines Semesters. Entsprechend sind dort auch alle Vorlesungen und Seminare vermerkt, die für die Philosophie von Interesse sind. Jede Veranstaltung bietet eine ausführliche Beschreibung. Und in dieser ausführlichen Beschreibung gibt es den Unterpunkt „Voraussetzungen / Organisatorisches“, unter dem sich die Zuordnung der Veranstaltung zu einem Modul befindet; dabei ist zu beachten, dass die meisten Veranstaltungen mehreren Modulen zugeordnet sind.

Unter Punkt eins haben wir festgestellt, welche Lehrveranstaltungen eines Moduls in einem Semester abgeleistet werden sollten. Nun folgt die konkrete Zuordnung eines angebotenen Seminars bzw. einer angebotenen Vorlesung.

Dazu schaut man sich am besten in der Übersicht zunächst einmal an, welche Vorlesungen und Seminare interessant klingen und das Interesse wecken. In der genauen Beschreibung kann man dann ersehen, ob die konkrete Veranstaltung zu dem passt, was laut Studienplan in dem Semester abgeleistet werden soll.

Wenn es passt, ist das ganz hervorragend – wenn nicht, muss man halt weiter suchen. In der Regel gibt es für jedes Modul mehrere passende Veranstaltungen, die in einem Semester angeboten werden. Wenn man für alle abzuleistenden Seminare und Vorlesungen eine konkrete und passende Lehrveranstaltung gefunden hat – tja, dann ist man mit der Erstellung des Stundenplans auch schon fertig.

Fast jedenfalls. Abschließend sollte in jedem Fall geprüft werden, ob die gewählten Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden. Denn zahlreiche Seminare oder Vorlesungen werden zeitgleich angeboten.

Beispiel: Emil Ersti möchte „Kompetenzen: Logik, Argumentation, Sprache“ als Seminar belegen (er hat die Wahl, die Veranstaltung als Seminar oder Vorlesung abzuleisten, wenn eine Vorlesung in dem Semester angeboten wird). Er möchte außerdem die Vorlesung zu „Theoretische Philosophie I“ besuchen. Er schaut also im UnivIS unter den Vorlesungen, die in diesem Semester angeboten werden.
Er findet, dass „Begriffsreportagen aus der Unruhewelt“ irgendwie merkwürdig und interessant klingt und schaut sich die genaue Beschreibung der Veranstaltung an. Er entscheidet, dass er die Vorlesung besuchen möchte; passenderweise steht unter der Zuordnung der Vorlesung: „BA3 (Einführung in die theoretische Philosophie)“. Nun fehlen noch die Seminare. Neben dem „Logik, Argumentation, Sprache“-Seminar sollte Emil als Erstsemester am Besten ein Seminar zur Theoretischen Philosophie I und zur Geschichte der Philosophie (mit Schwerpunkt Antike/Mittelalter) besuchen.
„Logik für Philosophen“ klingt nach einer soliden Einführung in die Grundkonzepte der Logik und tatsächlich sieht Emil bei der Zuordnung auch das erhoffte „BA1 (Logik, Argumentation, Sprache). Weil Emil schon mal in der Schule mit Platon in Kontakt gekommen war und die Ideen des griechischen Denkers sehr interessant findet, schaut er sich an, wie die Zuordnung des Seminars „Platon: Symposion, Phaidros“ ist: „BA 2 (Geschichte der Philosophie – Antike)“. Passt!
Fehlt noch das Seminar zur theoretischen Philosophie. Emil hat schon mal von Wittgenstein gehört. In der Zuordnung steht aber „BA 9 (Problemstellungen und Theorien der Gegenwartsphilosophie: Theoretische Philosophie und Kulturphilosophie)“. Das funktioniert also leider nicht. Nach einigem Suchen entscheidet sich Emil erst einmal etwas Allgemeines zu den Grundbegriffen der Philosophie zu hören und entscheidet sich für die gleichnamige Lehrveranstaltung.
Damit fehlt nur noch die Veranstaltung zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten im Fach Philosophie, die zum Wahlpflicht-Modul Kompetenz: Schreiben gehört. Und schon ist der Stundenplan für das erste Semester fertig gestellt.
Abschließend prüft Emil noch einmal, ob sich die Zeiten der ausgewählten Vorlesungen und Seminare an irgendeiner Stelle überschneiden. Glücklicherweise passt alles.

Wo finde ich die wichtigen Informationen?

Muss ich mich für Seminare/Vorlesungen anmelden?

Grundsätzlich ist es nicht erforderlich sich für die Lehrveranstaltungen (Vorlesungen und Seminare) am Philosophischen Seminar anzumelden.

Wie bei jeder guten Regel, gibt es aber auch hier eine kleine Ausnahme: Blockseminare (Seminare, die nicht über das Semester, sondern „im Block“ an einem oder zwei Wochenenden stattfinden) erfordern eine Anmeldung, jedoch nicht alle. Welche eine Anmeldung erfordern, erfährt man auf der der Lehrveranstaltung zugeordneten Seite im UnivIS. Außerdem gibt es für einige andere Seminare Anmeldelisten, die aber keine obligatorische Anforderung darstellen – Meist geht es dem Dozenten eher darum, abschätzen zu können, wie viele Studenten das Seminar besuchen wollen oder schon einmal vorab die E-Mails der Studenten zu sammeln. Manchmal ist auch eine Anmeldung im OLAT (Hier könnt euch dort mit eurer stu-Nummer und dem zugehörigen Passwort anmelden, die ihr mit eurem RZ-PIN, den die Uni euch per Post schickt, aktivieren könnt) gewünscht, auch hier stellt das aber eher eine organisatorische Stütze dar, keine zwingende Anmeldung, ohne die euch die Teilnahme versagt werden könnte.

Gibt es Lektüreempfehlungen für den Start ins Philosophiestudium?

Generell werden euch die meisten Seminare und Vorlesungen schon genügend Anregungen für aufregende Literatur geben, aber zwei grundlegende Einführungen aus dem Reclam-Verlag können hier trotzdem genannt werden:

Jonas Pfister – Werkzeuge des Philosophierens

Wolfgang Detel – Grundkurs Philosophie (Insbesondere Band 1: Logik)

Ansonsten noch einige sehr subjektive Empfehlungen an monumentalen Werken, die man unbedingt gelesen haben sollte:

Platon – Symposion

Descartes – Meditationes de prima philosophia

Kant – Die drei Kritiken

Hegel – Phänomenologie des Geistes

Nietzsche – Also sprach Zarathustra

Heidegger – Sein und Zeit

Sartre – Das Sein und das Nichts

Austin – How to do things with words

Wie sind die Formalia für Essays, Hausarbeiten und Take-Home-Klausuren?

Sofern nicht von dem Dozenten, bei dem die Arbeit eingereicht wird, anders angegeben, können folgende Richtlinien bzgl. der Formatierung von Essays, Take Home-Klausuren und Hausarbeiten herangezogen werden:

  • Schrifttyp: Times New Roman (oder äquivalent)
  • Schriftgröße: 12pt
  • Zeilenabstand: 1,5zeilig
  • Seitenränder, links: 2cm; rechts: 3cm
  • Zitate: Grundsätzlich steht es frei „europäisch“ (mit Fußnote) oder im Stile Harvards (Angabe der Quelle in Klammern hinter dem Zitat) zu zitieren; wichtig ist, dass man die gewählte Zitierweise konsequent durchhält und sie für den Korrektor der Arbeit nachvollziehbar ist. Wörtliche Übernahmen aus Fremdtexten (die länger als 2 Wörter) sind IMMER in Anführungsstriche zu setzen und mit einer Quellenangabe zu versehen; ebenso sind aus Fremdtexten übernommene Gedanken, die nicht wörtlich zitiert werden, mit einem „Vgl.“ und Quellenangabe anzugeben.
  • Lange Zitate: Zitate mit ca. 3 Zeilen Umfang und mehr müssen 0,5cm eingerückt, in Schriftgröße 10pt und mit einfachem Zeilenabstand formatiert werden.
  • Inhaltsverzeichnis: Jede Arbeit, die über eine Gliederung in verschiedene Kapitel und Abschnitte verfügt (also mindestens jede Hausarbeit), sollte ein Inhaltsverzeichnis besitzen.
  • Seitenzählung: Die Seiten der Arbeit sollten über eine fortlaufende Nummerierung verfügen (unten rechts).
  • Bibliographie: Eine ausführliche Angabe aller benutzten Fremdquellen ist der Arbeit im Anhang beizufügen.
  • Erklärung der Selbstständigkeit: Allen Arbeiten ist eine Erklärung über die selbstständige Anfertigung beizufügen. D. h. man bestätigt, dass man den wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechend zitiert hat und die Arbeit in Eigenleistung entstanden ist.
  • Titelblatt: Für das Titelblatt gibt es Muster; diese sind zu benutzen.

Generell ist es sehr zu empfehlen, vor der ersten Arbeit die „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten im Fach Philosophie“ zu lesen.